032 – Corona: 4 geschlossene Studios und TROTZDEM zuversichtlich (Unternehmer Andreas Ulrich)
Der Unternehmer Andreas Ulrich steckt den Kopf nicht in den Sand und stellt in der Krise neue Studioleiter ein

Innerhalb von vier Jahren hat sich Andreas Ulrich als Franchisenehmer von Fitbox vier EMS-Mikrostudios aufgebaut. Derzeit sind seine Studios geschlossen und doch blickt er zuversichtlich in die Zukunft. Wir sprechen über seine Erfahrungen in der Krise. Zu Beginn erwischte auch ihn die Schockstarre doch schnell wich sie der Zuversicht und dem Blick auf die Chancen. Er ist dankbar für die Entscheidung, sich einem Franchisekonzept angeschlossen zu haben. Mitten in der Krise hat er zum 1.4. neue Studioleiter fest angestellt und arbeitet trotz geschlossener Studios mehr als zuvor.

Die erste Reaktion dürfte auf die meisten Besitzer von Fitnessanlagen zutreffen, als ihre Studios coronabedingt schließen mussten: Schockstarre und Panik. „Normale“ Unternehmer müssen alleine mit der Situation klarkommen. Franchisenehmer erhalten Unterstützung durch die Systemzentrale und profitieren vom Austausch und Wissenstransfer innerhalb des Franchise-Netzwerks. So auch bei Fitbox.

Schnell zeigten die Gründer mit ihren Mitarbeitern in der Systemzentrale eine hohe Schlagzahl an Aktivitäten. Ein Krisenstab wurde eingeführt und intensives Krisenmanagement betrieben. Sehr früh erhielten die Partner eine Videobotschaft der Leitung. Und es wurde eine WhatsApp-Gruppe eingerichtet, um den schnellen Austausch innerhalb des Franchisesystems rund um Corona zu ermöglichen.

(Audio 23:06 Min)

Es wurde innerhalb des Franchisesystems viel informiert und Handlungsempfehlungen weitergegeben. Ein wichtiges Thema war der Umgang mit den Mitgliedern, die aufgrund geschlossener Studios nicht die gewohnten Leistungen erhalten konnten. Die meisten Partner haben alle Mitglieder angerufen, um sie zu informieren und Lösungen zu bieten. Andreas hat sich dafür entschieden, keine weiteren Mitgliedsbeiträge einzuziehen. Er konnte seine Liqudität trotzdem gesichert wissen. Anders sieht es natürlich bei Partnern aus, die gerade erst gestartet sind und noch kein Polster aufbauen konnten.

„Priorität is nach vorne zu schauen und weiter zu machen!“

Während der Krise hat für Unternehmer aus seiner Sicht die Kommunikation einen ganz besonderen Stellenwert: Bei Fitbox ist es sowohl die Kommunikation mit den Partnern als auch die Kommuniation von den Partnern zu den Mitgliedern.

Top-3 der hilfreichen Maßnahmen des Fitbox-Franchisegebers

Schon in den ersten Tagen des Shutdowns wurde die Systemzentrale auf vielfältige Weise aktiv. Sie ging Kooperationen ein mit dem Ziel Mehrwerte zu ermöglichen und organisierte die Facebook-Aktivitäten zur Bindung der Mitglieder. Gleichzeitig führte sie intensive Gespräche mit den einzelnen Franchisepartnern um sie emotional abzuholen und spezifische Probleme zu lösen. Wichtig war es aufzuzeigen, dass kein Franchisenehmer während der Corona-Pandemie alleine dasteht.

Aus Andreas‘ Sicht waren die wichtigsten Maßnahmen der Systemzentrale

  1. Alle in ein Boot zu holen, sofort einen Krisenstab einzurichten und die Partner wissen zu lassen „hier passiert etwas“
  2. Informationen zu bündeln und über die verfügbaren Kanäle zu streuen und Handlungsempfehlungen auszugeben
  3. Zu schauen wie es weiter geht und bei erweitertem Horizont Strategien z.B. für Social Media zu entwickeln

„In erster Linie ist es das Thema 1:1 Betreuung. Der direkte Kontakt – sei es mit der Franchisemanagerin oder der Geschäftsführung – ist der Wichtigste. Man ist dadurch nicht allein und das macht Franchising aus. Ich glaube da beneiden uns einige, dass man da miteinander der ganzen Sache entgegen gehen kann.“

Nicht erst heute – während der Krise – bestätigt sich für Andreas Ulrich die Entscheidung der Gründung als Franchisenehmer als richtig. Er spürt den Rückhalt und als Unternehmer nicht alleine dazustehen. Natürlich dachte er damals auch darüber nach, etwas Eigenes aufzubauen. In der Krise ist er dankbar, sich Fitbox angeschlossen zu haben. Den direkten Vergleich hat er aufgrund eines Freundes, der ein Fitnessstudio ohne Franchise-Netzwerk betreibt und ihn um den Support beneidet.

Viel Arbeit als Unternehmer trotz Betriebsschließungen

Die Arbeitszeit hat sich für Andreas während der Krise erhöht. Und das, obwohl seine Mikrostudios schließen mussten. Er optimiert nun seine internen seine Prozesse, renoviert und zieht neue Strukturen ins Unternehmen. Zum 1.4. hat er sogar, wie vor der Krise geplant, neue Studioleiter fest angestellt. Er hat regelmäßige Videocalls mit seinen Mitarbeitern und hat ein internes Schulungsprogramm aufgezogen.

Die Krise als Neustart

Tatsächlich sieht Andreas die Krise als Chance für Unternehmertypen. Wer jetzt in Kurzarbeit steckt, kann die Zeit nutzen und sich neu orientieren. Er kann zusehen, dass ihm die Kurzarbeit nicht noch einmal passiert. Es ist gerade für einige Arbeitnehmer ein guter Moment der Ruhe, um in sich zu gehen und zu überlegen, wie es weitergehen soll.

Als Franchisenehmer, der sich über die Jahre dazu entschieden hat, weitere Studios unter der Marke Fitbox zu eröffnen, ist er ein „überZEUGENder Zeuge“. Er hat sich quasi mehrfach dafür entschieden und steht derzeit so stabil da, dass er entscheiden konnte, keine Mitgliedsgebühren während des Shutdowns einzuziehen. Seine Studios sind geschlossen und er blickt trotzdem zuversichtlich nach vorne und stellt zudem noch mitten in der Krise neue Mitarbeiter ein und beschäftigt sich mit Optimierungsmöglichkeiten.

Zeit der Ruhe nutzen

Seine Empfehlung:
„Es lohnt sich, diese Stillstand zu nutzen und sich klar zu werden „was will ich, wo will ich hin und wie kann ich das erreichen?“.

Shownotes

Mehr über Fitbox bei Unternehmer Gesucht: https://www.unternehmer-gesucht.com/franchise-unternehmen/fitbox-m-16767

Fitbox Franchisenehmer werden: https://www.franchiseportal.de/franchise-unternehmen/fitbox-m-16767

Andreas Ulrich bei LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/andreas-ulrich-07bb65198/