Imbiss kaufen: So klappt es!

Du möchtest dich selbstständig machen und spielst mit dem Gedanken einen Imbiss zu erwerben? Für viele Gegebenheiten ist hingegen auch der Kiosk unverzichtbar. Der Kioskbetreiber unseres Vertrauens versorgt uns mit Snacks, Zigaretten und Co. Wer ausschließlich Speisen und Getränke anbieten möchte, sollte einen Imbiss erwerben. Allerdings gibt es bei dem Kauf einiges zu beachten. Standort, Konkurrenz und Imbissart haben maßgeblichen Einfluss auf deinen Erfolg. Wir erzählen dir alles, was du rund um das Thema Kiosk und Imbiss kaufen wissen solltest.
Imbiss kaufen: eine gute Option für die Selbstständigkeit

Einen Imbiss kaufen – eine gute Geschäftsidee?

Genaue Analyse erforderlich

Wer einen Imbiss kaufen möchte, sollte vorab die wirtschaftliche Lage genau analysieren. Die Konkurrenz spielt dabei eine maßgebliche Rolle. Befindet sich an deinem Standort Konkurrenz in unmittelbarer Nähe, hat das großen Einfluss auf deinen Erfolg.

Der Imbissverkauf ist unter der Kategorie Fast Food einzuordnen. Der American Way of Life mit Hotdogs, Pizza und Pommes ist zwar sehr beliebt aber der gesundheitliche Aspekt sollte auf jeden Fall auch beachtet werden: Die Gesellschaft wird immer gesundheitsbewusster, regionale Produkte und eine gesunde Produktion sollten im Fokus stehen. Eine nachhaltige Geschäftsidee wird auch potenzielle Investoren und Kunden überzeugen.

Wie stehen die Marktchancen?

Essgewohnheiten

Die Versorgung an einem Imbisswagen zählt unter die Kategorie Fast Food. Laut Ernährungsreport geben 23 Prozent aller Deutschen mindestens einmal pro Woche ihr Geld für Fast Food aus. Nur 43 Prozent der Bevölkerung kochen täglich frisch. Das verdeutlicht die hohe Bedeutung der Fast Food Industrie in Deutschland, trotz gesundheitsbewusstem Trend.

Gewusst?
Die beliebtesten Kantinenessen der Deutschen sind nach wie vor Schnitzel, Currywurst und Fisch mit Kartoffeln. Das Ernährungsbewusstsein der Deutschen steigt, trotz allem geben die Deutschen den Großteil der Lebensmittelausgaben noch immer für eher ungesunde Produkte aus.

Essen to Go

Immer mehr Deutsche konsumieren Essen „to go“. Die heutige Welt ist flexibel und schnelllebig. Das zeigt sich auch in den Supermärkten. Im Einzelhandel gibt es zunehmend Selbstbedienungstheken mit schnellen Fertiggerichten wie Salaten, Sandwiches oder Sushi.

Diese Theken sind in jedem Fall als Konkurrenz für den Imbiss anzusehen. Befindet sich ein Supermarkt in unmittelbarer Nähe, kann das deinen Umsatz stark beeinflussen. Der Trend zeigt: Immer mehr Deutsche essen unterwegs und haben keine Zeit für das Kochen zu Hause. Dieser Trend unterstützt die Gründung eines Imbisses.

Was ist der Unterschied zwischen einem Kiosk und einem Imbiss?

Klassischer Kiosk

Der klassische Kiosk ist eine prima Alternative zum Einzelhandel. Egal ob Rauchwaren oder Zeitschriften, ein gut ausgestatteter Kiosk verfügt über eine große Bandbreite an Produkten. Damit dieser funktionieren kann, sollte man sich stets nach den Bedürfnissen der Kunden richten. So erlangt man schnell den Status des vertrauten Händlers. Viele Kunden setzen den Kiosk mit dem altbewährten Tante-Emma-Laden gleich.

Imbiss

Ein Imbiss verkauft ausschließlich Speisen und Getränke, zu möglichst günstigen Preisen. Häufig verfügt der Imbiss über keinerlei Sitzmöglichkeiten. Stehtische laden zum Verweilen ein. Deshalb benötigt es auch lediglich eine Gewerbeanmeldung und eine Bescheinigung vom Gesundheitsamt. Wer auf Sitzgelegenheiten nicht verzichten möchte, muss den Imbiss um eine Toilette erweitern.

Je nach Ausstattung unterscheidet man folgende Imbissarten:

  • Der Imbisscontainer
    Der Container steht an einem festen Standort. Die mobilen Verkaufsräume können flexibel genutzt werden. Der fixe Standort macht auch eine vorrübergehende Raumlösung möglich. Du kennst diese Variante vielleicht von deinem Baumarkt oder Möbelhaus, wo solche Imbiss-Container gerne auf den Parkplätzen in der Nähe des Eingangs stehen.
  • Der klassische Imbiss
    Der klassische Imbiss ist ein fixer Verkaufsstand – ähnlich einem Mini-Restaurant oder einer kleinen Hütte. Wer den Imbiss mit Sitzplätzen gestalten möchte, muss diesen mit einer Toilette ausstatten.
  • Imbisswagen
    Der Imbisswagen hat den mobilen Vorteil: Er kann an unterschiedlichen Standorten flexibel eingesetzt werden. Aufgrund des flexiblen Standortes eignet sich die Ausstattung mit Stehtischen.Ein Imbisswagen auf Rollen wird auch als Foodtruck bezeichnet. In zahlreichen Städten gibt es mittlerweile Streetfood-Festivals. Auf den Festivals sind unterschiedliche Foodtrucks für eine kulinarische Vielfalt anzutreffen. Der Foodtruck kann auch auf Feierlichkeiten wie Hochzeiten und Geburtstagen eingesetzt werden – zusätzliches Einkommen, das für Gründer attraktiv sein kann.

Die Ausstattung variiert je nach Speiseangebot. Egal ob Currywurst-Imbiss oder Dönerbude, die entsprechenden Utensilien müssen vorhanden sein, um schmackhafte Gerichte anbieten zu können.

Schritt für Schritt zum eigenen Imbiss – so geht‘s

Die richtige Planung ist erforderlich

Gerade die Kosten für Ausstattung wie Fritteuse und Co können anfänglich zu Buche schlagen. In jedem Fall solltest du diese genau im Blick behalten. Auch die TÜV-Abnahme muss mit einkalkuliert werden. Ein Finanzplan kann dir helfen, die Übersicht zu behalten. Monatliche Kosten für eine mögliche Pacht, Strom aber auch Gebühren für einen Stellplatz zählen zu den fixen Kosten.

Wer sich dafür entscheidet einen Imbiss zu kaufen, kommt nur selten ohne Personal aus. Eine Mindestanzahl an Personal, zum Beispiel eine Putzkraft und ein, zwei Mitarbeiter, können dich in deinem Vorhaben deutlich unterstützen. Auch diese Kosten müssen miteinkalkuliert werden. Natürlich reduziert die eigene Arbeitskraft die Ausgaben deutlich.

Wo kann man einen Imbiss kaufen?

Ein Imbiss kann zum Beispiel bei einem regionalen Immobilienhändler erworben werden. Nicht immer muss gekauft werden; auch Mieten oder Pachten sind realistische Möglichkeiten. Vor der Kaufentscheidung sollte alles genau unter die Lupe genommen werden. Der Standort ist dabei von maßgeblicher Relevanz.

Da durch den Erwerb und einen möglichen Ausbau hohe Kosten entstehen, genügt dein Eigenkapital in der Regel nicht. Um Investoren zu gewinnen benötigst du einen überzeugenden Geschäftsplan. Die Preispolitik ist dabei von großer Relevanz. Zu welchen Preisen und in welcher Qualität möchtest du deine Produkte anbieten? Wie hoch sind deine Kosten für die Zubereitung der Lebensmittel und was sind deine kalkulierten Verkaufspreise? Potenzielle Geldgeber müssen genau planen können und benötigen entsprechende Auskünfte.

Erfolgsfaktor Standort

Dein Angebot sollte stets an die Bedürfnisse des Kunden angepasst sein. Der Standort hat maßgeblichen Einfluss auf das Angebot. Wer über einen eigenen Parkplatz verfügt, hat einen deutlichen Vorteil.

Auch andere Gewerbebetreibende in unmittelbarer Nähe locken die Kundschaft an. Die Nähe zu Schulen, Krankenhäusern oder Verkehrshaltestellen hat sich als hilfreich erwiesen. Die Kundschaft besteht aus überwiegend jüngeren Menschen. Meist ist das Essen an einem Imbiss oder Kiosk wesentlich attraktiver für die junge Zielgruppe, als beispielsweise das einer Schulkantine. Im Idealfall verfügt das Unternehmen oder die Schule in unmittelbarer Nähe nicht über eine Kantine, dass stützt die Nachfrage zusätzlich.

Die Lage sollte verkehrsgünstig liegen, sich nicht in unmittelbarer Nähe zur Konkurrenz befinden und im Idealfall Laufkundschaft begünstigen.

Die ideale Lage beschreibt das sogenannte Mischgewerbe. Dass bedeutet, die Umgebung verfügt über die perfekte Mischung aus Gewerbebetreibenden und Anwohnern. Konzentrierst du dich ausschließlich auf Unternehmen oder Anwohner, stellst du dich deutlich zu abhängig auf. Die Anbindung an Einkaufsstraßen, Veranstaltungsgelände und Großparkplätze begünstigen hingegen den idealen Standort.

Wichtig
Hole dir in jedem Fall alle notwendigen Daten über die Bevölkerung ein. Leben in der Gegend überwiegend Familien mit Klein- und Schulkindern oder herrscht eine dichte Besiedelung von Firmen? Soziodemographische Daten sollten Einfluss auf dein Angebot haben.

Welche Größe ist die Richtige?

Ein Imbiss oder auch ein Kiosk sind in unterschiedlichen Größen denkbar. Es gilt die Regel: Je kleiner, desto wichtiger die Ausrichtung des Angebots oder Sortiments an die Bedürfnisse der Laufkundschaft. Knappe Räumlichkeiten lassen sich nur mit einem schmalen Angebot vereinbaren.

Wie kannst du Geld sparen?

Dein Budget ist knapp bemessen? Dann kann sich die Investition in einen bereits möblierten Imbiss in jedem Fall lohnen. Die Kosten für das Inventar, wie Stühle, Tische und Kühlschränke können die anfänglichen Ausgaben immens in die Höhe treiben.

Wer sich für den Kauf eines Kiosks entscheidet, kann sich entsprechende Unterstützung von einem Immobilienhändler holen. Auch die Industrie-und Handelskammer steht mit einer beratenden Funktion zur Seite. Für eine erfolgreiche Selbstständigkeit sollten wirtschaftliche, fachliche und auch körperliche Voraussetzungen erfüllt sein.

Was ist besser: kaufen oder mieten?

Du kannst einen Kiosk oder Imbiss kaufen, pachten oder mieten. Entscheide dich vorab, welche Möglichkeit für dich in Frage kommt. Die Anforderungen unterscheiden sich deutlich. Wer sich für den Kauf einer Immobilie entscheidet, geht natürlich ein gewisses Risiko ein. Allerdings kann frei über die Gestaltung des Angebotes, Standortes und vieles weitere entschieden werden.

Entscheidest du dich für eine Miete oder Pacht, handelt es sich nicht um dein Eigentum. Du darfst das Inventar (wenn bereits vorhanden) sowie die Räumlichkeiten nur für einen begrenzten Zeitraum nutzen und bist in der Gestaltung weniger flexibel. Für Umbauten benötigst du stets die Zustimmung des Eigentümers.

Der Vorteil einer Unternehmensnachfolge: Du kannst den Kundenstamm des Vorbesitzers problemlos übernehmen.

Franchise

Auch Franchise mit Imbiss-Buden wird immer beliebter. Egal ob Currywurst oder Burger, Franchise in der Gastronomie ist eine tolle Möglichkeit als Gründer viel Unterstützung zu erhalten. Vor Start der Selbstständigkeit werden dann Schulungen angeboten, um sich mit den Anforderungen vertraut zu machen und etwaige Kenntnisse, wie zum Beispiel das richtige Burgerbraten, zu erlernen.

Teamleiter erklären Prozesse und teilen Unternehmerkenntnisse mit dir. Allerdings herrschen feste Vorgaben, was die Ausstattung, Qualität und das Auftreten betrifft. Diese müssen mit dem Bild des Franchise-Unternehmens übereinstimmen.

Foodtruck

Wer keinen festen Standort plant, kann ein sogenanntes Reisegewerbe anmelden. Aber auch ein Imbisswagen auf Rollen ist mit Herausforderungen verbunden. Der passende Standort muss immer wieder neu gefunden werden und ist in der Regel mit Kosten verbunden.

Wer sich für einen zusätzlichen Cateringservice entscheidet, muss Personal und Logistik sehr genau abschätzen. Nur dann können auch wirklich zusätzliche Gewinne erzielt werden.

Fazit

Egal ob Imbiss oder Kiosk, die Planung der Selbstständigkeit muss in jedem Fall gut durchdacht werden. Der Standort hat maßgeblichen Einfluss auf deinen Erfolg. Das Angebot muss die Bedürfnisse der Kunden erfüllen, nur dann kannst du Verkaufserfolge verbuchen.

Der Trend zum Essen „to go“ wächst stetig – das spricht für einen zukünftigen Erfolg eines Imbiss. Entscheide vorab, ob du einen festen Standort oder einen mobilen Imbiss auf Rollen bevorzugst. Ja nach Art sind unterschiedliche Anforderungen gegeben.

Unterschiedliche Standorte und Unternehmensarten gehen mit unterschiedlichen Anforderungen einher. Ein Foodtruck auf Rollen verspricht Flexibilität, ist aber mit einer stetigen Suche nach dem passenden Standort verbunden. Ein fester Standort kann sich als Goldgrube erweisen – wenn der Standort passt und das Angebot die Zielgruppe anspricht. Einen Imbiss zu kaufen erfordert in jedem Fall eine gründliche Planung und ein Quäntchen Mut – dann kann es losgehen!

 

Bildquelle: pixabay.com / StockSnap